Unsere Philosphie
Selbstverständlich wird nur Obst aus heimischen Obstbeständen verarbeitet, was sich deutlich im Geschmack bemerkbar macht. Besonders geeignet sind die Obstsorten der Streuobstwiesen des Bergwinkels. In einer intakten Natur wachsen hier Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Mirabellen-, Reineclauden- und Zwetschenbäume heran, die nicht nur dem Menschen, sondern auch der heimischen Tierwelt Nahrung bieten. Gerade die heimischen Apfelsorten eignen sich hervorragend zur Apfelsaft- und Apfelweinproduktion, da sie im Gegensatz zu Tafelobst über einen wesentlich höheren Säuregehalt verfügen. Zudem ist Streuobst immer ungespritzt. Bei der Kelterei Bolender verarbeitetes Obst enthält keinerlei Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln oder Pestiziden und wird daraufhin regelmäßig geprüft. Deshalb haben sich auch der Landschaftspflegeverband des Main-Kinzig-Kreises, das Unweltreferat der Stadt Schlüchtern und der Umweltkreis Schlüchtern seit Jahren der Pflege und dem Erhalt dieser Streuobstbestände angenommen. In Kooperation mit der Kelterei Bolender ist sichergestellt, dass die Obstbestände nach rein ökologischen Aspekten verwertet werden.
Arbeitsweise
Das Obst für unsere Obstbrände kommt ausschließlich von den Streuobstwiesen und Berghängen des Bergwinkels zwischen Spessart, Vogelsberg und Rhön. Das hier geerntete Obst stammt nicht von Intensivobstplantagen, sondern es handelt sich um verschiedene alte Obstsorten die auf den zum Teil steinigen Berghängen wachsen und so ein sehr intensives Geschmacksbild ergeben. Wir verwenden für unsere Obstbrände nur vollreife, aromatische und unbeschädigte Früchte aus dem Bergwinkel.
Diese strenge Selektion ist eine wichtige Grundlage für das besonders intensive Fruchtaroma und den unvergleichlichen Wohlgeschmack unserer Brände.
Das Brennen ist die Kunst, während der Destillation Vor- und Nachlauf vom Mittellauf, dem feinen Herzstück, zu trennen. Durch das zweimalige Brennen und die ausschließliche Verwendung des feinen Herzstückes erhalten wir so dieses außergewöhnliche Fruchtdestillat.
Gründungsgeschichte von Kelterei Bolender
Die Kelterei Bolender in der Fuldaer Straße kann in diesem Jahr auf ihr 107jähriges Bestehen als Schlüchterner Traditionsbetrieb zurückblicken.
Ein Rechnungsbuch mit Eintragungen des Urgroßvaters aus dem Jahre 1904 ist laut Inhaber Gerhard Bolender Beleg für das Firmenjubiläum. Großvater Georg Bolender, Sohn des Firmengründers, baute dann 1920 den Betrieb weiter zu einer Apfelweinkelterei mit der Produktion von Apfelsaft und Apfelwein aus. Sohn Hans Bolender, Vater des jetzigen Inhabers Gerhard Bolender, verlegte den Betrieb dann Anfang der 50er Jahre endgültig an den jetzigen Standort. Dort wird bis zum heutigen Tag Apfelwein, Apfelsaft und Obstbrände erzeugt.